Haarwuchsmittel
Über Haarverlust sind die wenigsten Betroffenen sonderlich glücklich. Die Gründe dafür sind vielfältig, Krankheit, Stress, schlechte Ernährung oder schlechte Durchblutung – diese Umstände sollten immer zuerst bekämpft werden, bevor man zu sogenannten Haarwuchsmitteln oder gar Schönheitsoperationen greift. Haarwuchsmittel haben übrigens eine lange Historie, schon vor Hunderten von Jahren versuchten die Menschen, dem Haarverlust Einhalt zu gebieten. Eine alte Bauernweisheit aus England besagt, dass man über Nacht Efeublätter auf die besagten Kopfhautstellen auflegen soll. Aus Frankreich stammt der Vorschlag mit der Hühnermistpackung. In Indien verspricht man sich Abhilfe durch mit Limonensaft vermischtes Kokosöl. Und in einem Buch aus dem 18. Jahrhundert findet sich das folgende Rezept:
All diese Rezepte sind wohl nicht sehr verlockend, und es gibt genauso wenig schlüssige Beweise für ihre Wirksamkeit wie bei den modernen Haarwuchsmitteln – insofern hat der Fortschritt hier ziemlich versagt, wäre schon ein wirklich wirksames Mittel gefunden worden, so würde wohl kaum mehr jemand mit Glatze rumlaufen (bis auf diejenigen, die sich den Kopf freiwillig rasieren um den jeweiligen Modetrend zu bedienen). Allerdings wird natürlich immer wieder alles versucht – es gibt Ansätze etwa mit dem Wirkstoff Koffein (in Shampoos und Haarwässern) und DHT-Blockern, Substanzen, die das Hormon DHT, welches die Haarwurzel angreift blockieren und damit den Haarverlust stoppen sollen – denn Stoppen wäre ja auch schon was, wenn man schon mit den schon kahlen Stellen leben muss. Und die einzig wirklich wirksame Methode bleibt wohl eine recht drastische, die Haar- oder Echthaarverpflanzung, die allerdings einen komplizierten, langwierigen und auch kostspieligen operativen Eingriff bedeutet. Allein das Wort „Operation“ schreckt natürlich viele, und da dieser Eingriff unter die Kategorie „Schönheitsoperationen“ fällt, ist die finanzielle Seite der Angelegenheit leider auch nicht sehr erfreulich.





















