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Haare laminieren

Bild von Tom

Wann sollte man die Haare laminieren? Kennen Sie das Problem mit strapaziertem, ausgelaugtem zu Spliss neigendem Haar? Oft bleibt nur noch eine Lösung – das Haar muss ab! Doch kaum kommt man vom Friseur, bemerkt man, dass die Spitzen erneut anfangen zu splissen und zu brechen. Das liegt vor allem daran, dass das Haar über keinerlei Schutzschild verfügt. Denn wird Haar gebleicht oder gefärbt, so stellen die Chemikalien die Haarschüppchen oft dermaßen auf, dass sie nicht mehr glatt aufliegen und sogar abstehen, was schließlich zum Haaarschaden führt. Wer in seine Haare hereingreift, fühlt die Qualität seiner Haare sofort. Greifen Sie zuerst am Haaransatz in Ihr Haar und erfühlen Sie, wie gesund und kräftig sich das Haar anfühlt. Greifen Sie anschließend in die mittlere Haarlänge und fühlen Sie, ob Sie einen Unterschied bemerken können. Vielleicht wirkt das Haar nun etwas struppig und „knirscht“ sogar, wenn man es zusammendrückt. Und anschließend erfühlen Sie die Spitzen des Haares. Fühlen Sie nun den Unterschied? Dann können Sie genau erfühlen, an welcher Stelle Ihr Haar beschädigt ist.

Letzte Hilfe Haare laminieren?

Im Prinzip könnte man die Haare bis zu der Stelle komplett abschneiden, an der man eine „Haarirritation“ feststellt. Oft möchte man aber nicht so viel Haar wegnehmen, da man sich mit einer komplett anderen Frisur anfreunden müsste. Es gibt aber noch die Möglichkeit, die Haare laminieren zu lassen – oder eben selber zu laminieren, um die Haarlänge zu erhalten und einem weiteren Haarschaden vorzubeugen. Wer bereits Erfahrung mit einer professionelle Haarbehandlung hat, weiß, dass diese den Geldbeutel sehr belasten kann und alles andere als günstig ist. Dabei hat man im Prinzip alles zu Hause, was man zum Haare laminieren braucht. Denn im Prinzip können Sie mit folgenden Utensilien Ihr Haar selber laminieren.

Rezept zum Haare Laminieren:

  • 1 Beutel Speisegelatine (Pulverform 9 g)
  • 3 EL Wasser oder Kräutertee (Kamille, Brennesel, Schwarztee o.ä.)
  • 1 EL Haarmaske ohne Silikone
  • 1 TL Pflanzenöl (Olivenöl)
  • 1 Duschhaube oder Plastikhaube
  • 1 Mütze
  • evtl. 1 Eigelb, einige Tropfen ätherisches Öl, 1 EL Honig

Haare laminieren – so geht’s!

Im ersten Schritt müssen Sie sich eine Haarmaske anmischen. Dafür gehen Sie wie folgt vor: Zuerst  füllen Sie die Speisegelatine in eine Müslischüssel. Anschließend füllen Sie die Flüssigkeit hinzu und verrühren beides. Nun nehmen Sie eine kleine Pfanne und füllen soviel Wasser hinein, dass auch noch die Schüssel in der Pfanne Platz hat, um dort ein Wasserbad zu nehmen. Stellen Sie das ganze auf den Herd und erwärmen es, bis die Gelatine anfängt, sich aufzulösen. Anschließend mischen die restlichen Zutaten hinzu, bis sich eine geschmeidige Masse gebildet hat.

Anfangs hatte ich Probleme beim Auflösen der Gelatine, aber mit einem Wasserbad und etwas Übung ist es kinderleicht!

Das Auftragten der Haarlaminierung

Lassen Sie die Schüssel ruhig in dem Wasserbad, wenn Sie die Haarmaske auftragen. Sonst kühlt die Mischung zu schnell ab, und verteilt sich nicht optimal im Haar. Waschen Sie das Haar vorher wie gewohnt und trocknen es mit einem Handtuch an. Anschließend ist es von Vorteil, das Haar durchzukämmen, bevor man es laminiert. Die Haarlaminierung wird nun in die Haarlänge aufgetragen. Der Haaransatz sollte nicht laminiert werden. Beschränken Sie sich vorrangig auf die Spitzen und die Teile des Haares, die von Spliss befallen sind. Anschließend setzen Sie eine Plastikhaube auf den Kopf, die dafür sorgt, dass die Haarlaminierung nicht vom Kopf tropft oder antrocknet. Die abschließende Mütze hält die Haarlaminierung schön warm und verhindert das zu schnelle Festwerden der Speisegelatine. Die Haarmaske verbleibt für etwa eine Stunde im Haar. Eine längere Einwirkzeit intensiviert die Wirkung, eine kürzere vermindert diese.

Die Einwirkzeit ist schon sehr lang! Aber wenn man speziell am Wochenende die Haarmaske mit einer Hausarbeit kombiniert, können Sie die Zeit spielend überbrücken!

 Das Auswaschen der Haarlaminierung

Die Haarlaminierung wird wie andere Haarmasken ausgespült. Achten Sie auf warmes Spülwasser, damit auch grobe Gelatinereste herausgelöst werden. Abschließend können Sie die Haare mit kaltem Wasser kräftig nachspülen, damit sich der feine Gelatinefilm gut schließt und die Haare sauber umfasst.

Die Wirkung der Haarlaminierung

Der feine Gelatinefilm umhüllt das Haar so, dass es vor Umwelteinflüssen geschützt wird. Brüchige Stellen im Haar können leicht korrigiert werden. Splissige Haare werden dezent umschlossen. Das Laminieren der Haare vermeidet keinen Friseurbesuch, jedoch kann man diesen für einige Zeit etwas hinauszögern. Ich empfehle nicht, nach jeder Haarwäsche die Haare zu laminieren. Alle paar Wochen kann man das Laminieren wiederholen, wenn sich der Gelatinefilm der letzten Laminierung komplett herausgespült hat. Achten Sie darauf, dass das Verhältnis von Haarmaske und Gelatine ca. 1 zu 1 ist, damit das Haar nicht von der Gelatine ausgetrocknet wird. Die Gelatine bewirkt, dass sie die Wirkstoffe aufnimmt und diese leicht an das Haar „anklebt“, so dass sich ein leichter Pflegefilm auf dem Haar bildet. Ein Zuviel an Pflege, kann es überpflegen, ein zu wenig etwas auslagen. Zudem empfehle ich vorrangig die Spitzen und die mittlere Haarlänge damit zu behandeln. Der Haaransatz sollte generell nicht mit Haarmasken behandelt werden, da ansonsten die Haare „schwer“ herunter hängen und ein Volumen entwickeln.

Selber habe ich nach der ersten Haarlaminierung sofort einen Unterschied in meinem Haar bemerkt, den ich bisher bei keiner anderen Haarkur oder Maske gespürt habe. Die Haare waren einfach wie "eingepackt".

Quelle Foto: pixabay.com

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