Haarfarbe
Welche Haarfarbe darf es denn sein? Man könnte meinen, dass Brünette, deren
Kopfbehaarung auch als aschblond oder, schlimmer noch, als mausgrau
bezeichnet wird, mit ihrer Haarfarbe am wenigsten zu frieden sind.
Und so sind die Brünetten die eifrigsten Kunden und vor allem
Kundinnen, wenn es um Haarfarbe geht. Bei der Wahl der Haarfarbe ist Blond nach wie vor
die gefragteste Farbe, aber auch "Kastanienbraun" und "Himbeerrot"
liegen gut im Rennen. Und das ist der Vorteil der Brünetten: ihnen
steht nahezu jede Haarfarbe.
Hellblond zu sein dagegen ist ebenso ein Traum wie ein Fluch. Vor allem
nach dem langen, welligen Engelshaar dreht sich so mancher Mann auf der
Straße um. Doch auf der andern Seite sind die "Blondinen" als kleine,
naive Dummchen verschrien. Und diese Haarfarbe lässt sich nur schwerlich zum Besseren verändern.
Braun als Haarfabe gilt leicht als langweilig, es sein denn es handelt sich um
glänzendes, tiefbraunes Haar mit dem dazugehörigen
"eierschalenfarbenen" Teint. So manche Dame mit brauner Haarfarbe, die sich nicht darauf
verlassen mag, hilft da mit dunkleren oder helleren Farbtönen nach, die
aber meistens nicht so extrem von der Grundhaarfarbe abweichen wie bei
den Brünetten.
Schwarzhaarige wirken exotisch und geheimnissvoll, vor allem da wirklich schwarzes Haar bei Mitteleuropäern selten vorkommt.
Männer tragen Grau mit Stolz. Für sie bedeutet das ergraute Haar
Reife und Verantwortungsfähigkeit. Frauen geben damit zu erkennen, dass
sie auf ihr Äußeres keinen Wert mehr legen oder, das ist die
unkonventionellere Variante, auf ihr Äußeres "pfeifen".
Weiße Haare werden meistens nicht mehr versteckt, wobei sich die Männer
in diesem Stadium der Haarentfärbung darüber freuen, dass ihnen
überhaupt noch Haare geblieben sind, während Frauen damit andeuten das
sie an der Rolle der Oma mit den roten Apfelbäcken Gefallen gefunden
haben.





















